Bernd Eckenbach im Interview
"Mein erstes Jahr als Team-Manager"

wasserwerfer: Was waren Deine Aufgaben dieses Jahr im Team?

Bernd Eckenbach: Ich war Team-Manager. Es ging darum, zu schauen, daß die Fahrer genau das Material bekommen, welches sie benötigen um ihr ganzes Potential zeigen zu können. Ein weiterer wichtiger Punkt war das Auftreten, die Präsentation des Teams und der Fahrer in der Öffentlichkeit, KTM optimal zu präsentieren, zu schauen, daß die Sponsoren eine optimale Werbewirkung haben.

wasserwerfer: Hast Du Dich auch selber um die Sponsoren gekümmert?

Bernd Eckenbach: Ja, aber es war nicht ganz so einfach: Wir hatten nur einen deutschen Fahrer im Team, das war Max Nagl. Aigar Leok und Gareth Swanepoel sind zwar bekannte Fahrer in Deutschland aber dadurch, daß sie eben keinen deutschen Paß haben, werden sie nicht als deutsche Fahrer anerkannt. Deshalb war es oft schwierig alles mal drei zu nehmen um allen Fahrern das Gleiche zu gute kommen zu lassen.

wasserwerfer: Schildere uns doch mal einen typischen Tagesablauf

Bernd Eckenbach: Es ist vor allem viel Organisatorisches: Ich organisiere Motoren- und Fahrwerksteile, die gebraucht werden, mache Sponsorenbesuche, hole manche Teile auch mal persönlich ab, wenn die Zeit knapp wird. Ansonsten mache ich noch sehr viele Testfahrten, das ist immer noch ein ganz wichtiger Punkt bei meiner Arbeit. Ich mache die groben Vortests und entscheide welche Teile gut und wichtig für unsere Fahrer sind.

Mein neues Aufgabenfeld ist extrem vielfältig und nicht immer einfach. Es kam schon auch mal vor, daß der Teambesitzer andere Vorstellungen gehabt hat bei manchen Dingen und da war es schwer, immer einen gemeinsamen Weg zu finden, den man geht. Aber der Erfolg hat mir gezeigt, daß das Team funktioniert hat. Max Nagl hat alle drei deutschen Meisterschaften gewonnen, Aigar Leok war zehnter bei der Weltmeisterschaft und Belgischer Meister und Gareth Swanepoel war zweiter in der 125-er Meisterschaft. Die Ergebnisse waren Top und haben gezeigt, daß wir gute Arbeit geleistet haben.

wasserwerfer: Gab es auch Aufgaben, mit denen Du konfrontiert wurdest, von denen Du vorher nie gedacht hättest, daß sie zu Deinem Aufgabenbereich gehören?

Bernd Eckenbach: Oh ja da gibt es eine nette Anekdote aus Italien: Ein Mechaniker kam zu mir und hat mir erklärt, daß er ein Problem mit den Toilettenhäuschen vor Ort habe. Da habe ich mir dann schon gedacht, was habe ich mir da angetan, wenn ich mich jetzt auch noch um sowas kümmern soll (lacht herzhaft). Nein aber es war auch nicht immer ganz einfach fünf Nationalitäten im Team zu haben, einen Belgier, einen Esten, nen Südafrikaner, Deutsche und ein Italiener und dann noch Österreicher. Da war eben oft schwierig zu vermitteln und auch die Verständigung zwischen den Mechanikern und den Fahrern zu gewährleisten. Im nachhinein kann man darüber Lachen aber da gab es schon Situationen, wo der Kessel ganz schön gedampft hat und die Emotionen hochgekocht sind.

wasserwerfer: Was waren bzw. sind Deine persönlichen Ziele und Herausforderungen an dem Job?

Bernd Eckenbach: Also mein Ziel hab ich erreicht! Ich wollte dieses Jahr alle drei Klassen in Deutschland gewinnen und das haben die Fahrer auch geschafft. Dann war mir wichtig, daß unsere Fahrer bei der Weltmeisterschaft vorne mit dabei sind, ich hätte eigentlich gerne zwei Fahrer unter den ersten 15 gehabt, aber das hat nicht ganz geklappt. Aigar mit seinem zehnten Platz war gut, er ist dreimal aufs Podium gefahren, das war echt super. Gareth war zum Schluß auch extrem stark und der Max hat in der Weltmeisterschaft durch seine Verletzung am Anfang ziemlich viel verloren, hat sein Können dann zwischendrin zwar immer wieder aufblitzen lassen aber leider nie richtig konsequent.
Bevor ich mit meinem neuen Job angefangen habe, hab ich gedacht, daß ich am Wochenende viel mehr Arbeit habe, als es jetzt tatsächlich der Fall ist. Wenn an einem Wochenende alles gut organisiert ist und läuft, bin ich vor Ort und versuche auch den Fahrern ein Ansprechpartner zu sein, allgemein Fragen zu beantworten, zu präsentieren aber stellenweise ist es wirklich so, daß man relativ hilflos an der Strecke steht. Man kann sich zwar mit den Mechanikern unterhalten und Tips geben aber im wesentlichen machen die ihr Ding da draußen und man fragt sich schon manchmal, welche Aufgabe hab ich jetzt eigentlich, wenn die Jungs am Fahren sind.

wasserwerfer: Sieht man jetzt alles in einem etwas anderem Licht, wenn man auf der anderen Seite steht? Letztes Jahr warst du selbst noch Fahrer und hast dich vielleicht auch das ein oder andere Mal über gut gemeinte Tips geärgert und jetzt bist du derjenige der austeilt.

Bernd Eckenbach: Ja und nein; zum einen muß ich sagen bin ich im Herz immer noch Fahrer. Wenn es zum Beispiel darum geht, für den Fahrer das Beste Material ran zu schaffen, auch wenn es das Team dann viel mehr Geld kostet, dann soll auf jeden Fall der Fahrer das Beste haben.
Auf der anderen Seite ist es schwierig sich das Vertrauen von einem Fahrer zu erarbeiten. Bei Max und bei Gareth war es einfacher, da war das Vertrauen eigentlich von Anfang an da. Aber bei Aigar war es dadurch, daß er von Anfang an relativ allein auf sich gestellt war schwierig an ihn ran zu kommen. Beim DMX-Lauf in Rügen kam er das erste Mal auf mich zu, und hat gefragt, ob ich ihm helfen könne, und was ich denke, welche Startposition die bessere für ihn wäre. Ich hab zwar auch davor schon oft mit ihm geredet, war mir aber nie ganz sicher, ob er es wirklich auf- und vor allem annimmt. Aber ab da hat man ein bis dahin gutes Verhältnis noch mal enorm verbessert. Er war dann danach auch mal zwei Wochen hier bei mir und wir haben zusammen trainiert und da habe ich den Kerl erstmal so richtig kennengelernt. Ich habe auch gelernt, daß er nach außen eine harte Schale zeigt aber in Wirklichkeit ein ganz lieber, netter, zuvorkommender Junge sein kann, wenn er alleine ist.
Zum Schluß muß ich einfach noch mal sagen, daß wir alle ganz viel Spaß zusammen hatten!

wasserwerfer: Was hat sich verändert in Deinem Leben, wenn Du einen direkten Vergleich zwischen 2003 und 2004 ziehst?

Bernd Eckenbach: Ich hab viel mehr Zeit für meine Familie. Ich bin jetzt am Wochenende zweieinhalb bis drei Tage weg, aber unter der Woche bin ich meistens da, wenn ich nicht gerade zum Testen unterwegs bin. Und wenn ich unter der Woche dann da bin, muß ich eben auch nicht mehr Trainieren gehen. Letztes Jahr mußte ich mich streng an meinen Trainingsplan halten, und wenn da stand von 9 bis halb elf ins Fitness-Studio gehen, dann war ich da trainieren, egal ob die Kleinen wach waren oder geschlafen haben. Und jetzt kann ich mir meine Büroarbeit, die doch ziemlich viel ist, so legen, daß ich das erledige, wenn die Kleinen schlafen. Und ich kann mir meine Zeit so einteilen, daß wenn es gerade mal ein bißchen ruhiger ist, daß ich mit meinen Kleinen spielen oder mal eine Stunde zwischendurch auf den Spielplatz gehen kann. Meine Bürotür ist offen, wenn es die Arbeit zuläßt, so daß ich auch da immer ansprechbar bin, wenn die Kleinen mich brauchen.

wasserwerfer: Wieviel trainierst du noch?

Bernd Eckenbach: Die ersten vier Wochen nach Teutschenthal letztes Jahr habe ich einfach überhaupt nichts gemacht. Wir waren in Spanien und haben einfach nur vier Wochen Urlaub gemacht. Das war traumhaft schön.
Und dann kam der Alltag. Am Anfang mußte ich ziemlich viel organisieren und planen und dann kamen auch schon die Supercross-Rennen. Von da ab habe ich eigentlich schon immer versucht ein gewisses Level zu halten. Ich habe ja dann auch auf Aichwald, Mothern und Holzgerlingen schon noch trainiert.
Und momentan ist es so, daß ich eigentlich immer mehr trainieren möchte, aber die Zeit dazu einfach nicht habe. Und wenn ich dann abends um zwanzig Uhr alles soweit erledigt habe, die Kleinen im Bett sind, und ich aus dem Büro komme, mich dann noch mal aufs Rad zu setzten oder ins Fitness-Studio zu gehen, da fehlt mir im Moment ganz ehrlich der Biß.
Aber das fehlt mir schon, die körperliche Anstrengung und auch die Müdigkeit am Sonntagabend. Letztes Jahr ist man am Sonntag vom Rennen heimgefahren und war müde. Wenn das Rennen gut war, war's schön und man war zufrieden. Jetzt fährt man Sonntags vom Rennen heim und sagt sich "das war ein gutes Rennen" aber nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Man denkt darüber nach, was man besser machen kann, ob das Material optimal war, wo die Schwachpunkte lagen, ob ein Fahrer irgendwo Pech hatte oder ob das Problem wo anders lag.
Das Gefühl nach dem Rennen, "uff ich bin müde und es war gut", fehlt mir.

wasserwerfer: Welchen Einfluß hast Du auf das Training der Fahrer?

Bernd Eckenbach: Ich hab den Fahrern gesagt, ihr braucht nen Trainingsplan und einen Trainer und ich hab den Jungs meinen ehemaligen Trainer vorgeschlagen. Der Max Nagl hat ihn auch in Anspruch genommen, Aigar Leok ist beim gleichen Trainer wie Stefan Everts, also da brauchen wir auch nicht drüber reden und Gareth Swanepoel ist zu einem belgischen Trainer gegangen, der mit Sicherheit auch gute Arbeit gemacht hat. Jeder Fahrer hatte also seinen Trainer und seinen Trainingsplan aber wenn ich der Meinung war, sie haben zu wenig Kondition oder Defizite in bestimmten Bereichen, habe ich dann schon immer ganz deutlich gesagt, redet mal mit eurem Trainer da muß man was verändern. Ich konnte vom Fahrerischen vielleicht ab und zu noch ein paar kleine Tips und Anstöße geben, das ein oder andere mal anders zu probieren aber Motorrad fahren können die Jungs alle.

wasserwerfer: Sind die Fahrer darauf eingegangen?

Bernd Eckenbach: Also Max und Gareth haben sofort ein offenes Ohr dafür gehabt, und bei Aigar hat es eben ein bißchen länger gedauert. Aber das war auch normal, Aigar hat mich nur als Fahrer gekannt, der damals eben schneller war als er und hat sich sonst sehr wenig um mich gekümmert. Ich war zu weit weg von ihm und das hat ihn auch gar nicht interessiert. Das ist seine Mentalität, all das was er selbst nicht verändern kann, interessiert ihn überhaupt nicht. Aber ich bin ja auch nicht derjenige, der versucht aus einem Max Nagl, der einen ziemlich aggressiven und kämpferischen Fahrstil hat, einen Stefan Everts zu machen. Sowas würde nie funktionieren und das würde ich auch nie machen. Ich kann ihm nur ein paar kleine Tips geben, die aber wenn sie ausgeführt worden sind, einen recht großen Unterschied gemacht haben. Die Jungs fahren ganz vorne in der Weltmeisterschaft mit, da kann man nicht mehr so viel machen und sollte es auch gar nicht. Meiner Meinung nach sollte jeder Sportler sein Verhalten kennen und das kann er nur dann, wenn er seine Stärken kennt und an seinen Schwächen arbeitet. Ich kann zwar die Schwächen von außen sehen, und ihm sagen, probier es doch mal so oder so ganz unverbindlich. Wenn es funktioniert, ist es gut, wenn nicht, haben wir nichts verschenkt. Und der eigene Stil und Weg sind im Motocross extrem wichtig. Man kann jemanden kopieren, aber die Kopie ist nie so gut wie das Original. Deshalb muß man einen Fahrer unterstützen und ihn motivieren und aufbauen, ihm mental zur Seite stehen, wenn er ein schlechtes Rennen gefahren ist und ihn nicht noch zusätzlich fertig machen. Der Fahrer muß erkennen, daß man ihm helfen möchte. Und das hat meiner Meinung nach ganz gut funktioniert.

wasserwerfer: Hast Du Dich sofort mit Deiner neuen Rolle als Teammanager arrangiert und Dich wohl gefühlt?

Bernd Eckenbach: Die ersten 2-3 Monate habe ich mich relativ ruhig verhalten und erstmal geschaut, wie die Mechaniker arbeiten und wie die Mechaniker mit den Fahrern umgehen, um mir ein Bild von dem Ganzen zu machen. Und dann habe ich versucht, daß was mir gefallen hat beizubehalten und das was ich nicht gut fand habe ich gesagt. Und mit der Zeit hatte ich einen sehr gute Draht zu allen im Team und auch deren Anerkennung, weil ich immer versucht habe, daß wir miteinander gearbeitet haben und nicht gegeneinander.

wasserwerfer: Wie geht es nächstes Jahr weiter?

Bernd Eckenbach: Ich habe immer gesagt, ich werde das Ganze erstmal zwei Jahre lang machen also auch nächstes Jahr. Die Sache mit den Sponsoren wird Herr Kosak verstärkt übernehmen, da durch die veränderte Situation bei den Grand-Prixs die Fahrer im Prinzip selbst für ihre Verträge verantwortlich sein werden. Sie müssen selber schauen, wo sie mehrere kleine Verträge für Helm, Handschuhe etc. herbekommen. Und diese Verträge machen die Fahrer mit Herrn Kosak selber aus. Ich werde mich verstärkt um die 125-er Junioren kümmern. Da haben wir nächstes Jahr drei Fahrer im Team mit Markus Schiffer, Lukas Millich und Sebastian Schöffel, die die German-Masters fahren werden und dann haben wir noch zwei 85-er Juniorfahrer, die beim ADAC-Juniorcup an den Start gehen; das sind der Denis Baudrexl und der Matthias Kienzler. Ich werde verstärkt nach den Beiden schauen, daß alles funktioniert, um eben auch den anderen Nachwuchs-Fahrern in Deutschland zu zeigen, daß wenn sie das Ziel und den Wunsch haben, in die Weltmeisterschaft zu kommen, KTM-Kosak ihnen die Möglichkeit bietet von der 85-er über die 125-er Klasse dahin zu kommen. Das ist eigentlich das Ziel und das wird nächstes Jahr verstärkt meine Aufgabe sein. Wobei ich weiterhin zu einigen Grand-Prixs hinfahren werde um zu schauen, daß auch da alles richtig läuft, aber eben nicht mehr zu allen.

wasserwerfer: Ist dein momentaner Job ein Job auf Dauer für Dich oder erwarten uns in Zukunft ganz neue Dinge?

Bernd Eckenbach: Prinzipiell fühle ich mich im Moment wohl damit, was ich mache und ich möchte auch weiterhin im Zweiradsektor tätig sein. Ob das jetzt speziell dieser Job sein wird, weiß ich nicht? Im Moment fühle ich mich sehr wohl und es gibt keinen Grund was anderes zu sagen aber man soll niemals nie sagen und insofern bin ich nach den zwei Jahren auch prinzipiell offen für alles andere. Es muß auf jeden Fall was sein, wo ich eine Perspektive sehe und was eine Herausforderung für mich darstellt.

wasserwerfer: Bleibt das GP-Team nächstes Jahr ein Zwei-Mann-Team oder kommt noch ein Ersatzfahrer für Gareth Swanepoel hinzu?

Bernd Eckenbach: Nein wir starten mit einem Zwei-Mann-Team in der MX2-Klasse, die mit KTM 125ccm 2-Takt-Maschinen ausgestattet mit Werksmotoren antreten werden. Und es gibt noch die Option, daß Markus Schiffer als dritter Fahrer einspringen kann, falls einer der beiden anderen Fahrer ausfällt.

wasserwerfer: Deine Einschätzung zu der neuen deutschen Serie nächstes Jahr, den MX-German Masters

Bernd Eckenbach: Ich finde es gut, daß der ADAC mit Red Bull einen Partner gefunden hat, der in der Lage ist die deutsche Meisterschaft, die ursprünglich auch international mal einen sehr hohen Stellenwert hatte und in den letzten Jahren immer mehr abgerutscht ist, zu übernehmen und zu pushen. Das was letztes Jahr passiert ist, darf nicht noch einmal passieren. Noch mal so ein Jahr und es gibt kein Motocross mehr in Deutschland. Es ist eh schon eine Randsportart aber dann sind wir am absoluten Außenrand angelangt und jeder der sich ein wenig damit auskennt weiß, was Motocross für eine Herausforderung ist, und ich denke es ist gut, daß der ADAC mit Red Bull zusammen die Sache auch durchziehen wird.

wasserwerfer: Glaubst Du an einen Erfolg?

Bernd Eckenbach: Wenn Red Bull etwas anpackt, machen sie es richtig. Damit ist der Name da und zudem die nötigen Tools vorhanden, um den Veranstaltungen den nötigen Touch zu geben, damit das Ganze zu einem richtigen Event wird. Ich bin davon überzeugt, daß es ein Erfolg wird, wenn alle Beteiligten, d.h. Veranstalter, Fahrer, Funktionäre und vor allem die Zuschauer, die brauchen wir ganz dringend, an einem Strang ziehen und die Fahrer zusammen mit der Organisation einen guten Sport zeigen werden. Das ganze dauert vielleicht zwei bis drei Jahre aber wenn es sich dann rumgesprochen hat, kann man sagen, daß Motocross in Deutschland wieder auf dem aufsteigenden Ast ist.
Das Ganze muß einfach ein bißchen professioneller werden. Schon alleine wegen den Sponsoren, die das ganze unterstützen. Davon hängen einige Existenzen ab. Man sollte es nicht elitär machen aber zumindest auf das Level zurückbringen, wo es vor Jahren einmal war.

wasserwerfer: Was denkst Du über die Situation beim GP nächstes Jahr?

Bernd Eckenbach: Was soll ich dazu sagen. Mir blutet das Herz wenn ich sehe, wie sich die Jungs den Hintern abfahren und am Ende des Tages ohne einen Cent in der Tasche wieder nach Hause fahren müssen. Wo soll das hinführen? Wenn ich mir anschaue, daß Aigar Leok in Irland auf den achten und zweiten Platz fährt, damit insgesamt vierter wird, für die Quali 200 € bekommt und für den vierten Gesamtplatz noch mal 250 € also insgesamt 450 € verdient hat. Davon aber von Belgien nach London, von London nach Belfast reisen muß, Mietauto und Hotel bezahlen muß und ihn das ganze Wochenende 500 € kostet, da muß der Spaß schon ganz groß sein, damit so jemand das macht. Das ist mir unerklärlich und meiner Meinung nach einfach untragbar.

wasserwerfer: Zurück zur MX1 Klasse. Mögliche Nachfolger für Stefan Everts?

Bernd Eckenbach: Ben Townley, Steve Ramon, Marc de Reuver, Tyla Rattray es gibt genug Potential. Aber auch Pichon kann und wird noch mal kommen.